Rundreise durch die Toskana – Mit wenig Geld viel sehen

Ende März habe ich mit einem Kumpel eine Rundreise durch die Toskana. Mit jeweils 200 € haben wir dabei vier Städte gesehen. Hier mein Reisebericht.

Anreise

Geflogen sind wir von Maastricht (Niederlande) nach Pisa selbst. Damals hatte Ryanair dieses Flugziel neu eingeführt. Entsprechend günstige waren damals auch die Flugtickets. Mein Kollege, der ein paar Wochen später buchte, hat das 6-fache von meinem Ticketspreis gezahlt: Ich 4 Euro (hin und zurück), er 24 Euro. Der Flug dauert ca. zwei Stunden.

In Pisa gelandet, kann man den Bus zum Bahnhof/Innanstadt nehmen. Der Flughafen von Pisa ist vielleicht 5 km von der Innenstadt entfernt und bislang der naheste Flughafen zu einer Stadt meiner Reisen. Bei der Rückreise (morgens um 5 Uhr) haben wir uns dann doch ein Taxi genommen (Kosten ca. 10 €). Achtung: Wer glaubt, dass um 5 Uhr morgens am Bahnhof Pisa nur so von Taxis wimmelt, der täuscht sich. Wir mussten uns ein Taxi mit anderen Reisenden teilen, um nicht den Flug zu verpassen. Am besten vorher reservieren!

Pisa – Erste Station der Rundreise durch die Toskana

Unser Quartier haben wir in einem 2-Sterne-Hotel nur 2 Minuten vom Bahnhof bezogen. Der Mitarbeiter an der Rezeption machte einen sehr freundlichen Eindruck. Wir hatten bereits in Deutschland ein Doppelzimmer für jeweils 20 € gebucht. Dieses besaß jedoch kein Bad im Zimmer. Also haben wir uns ein anderes für jeweils 30 € genommen. Für eine Gesamtsumme von 50 € (jeweils 25 €) hätte man sicherlich auch ein besseres Hotel finden können.

Da meinem Kumpel die Sonnenbrille entwendet wurde und wir den freundlichen Herrn an der Rezeption hiernach nicht mehr sahen, möchte ich hier ungern den Namen des Hotels verraten. Zumal es sich nur um eine Vermutung und um keinen eindeutigen Nachweis handelt.

Bild des Schiefen Turms von PisaPisa selbst hat nicht viel zu bieten. Eine mittelgroße Stadt, wenig schön. Pisa kann man in 4 Stunden besichtigen. Alles, was man sehen sollte ist um oder am Piazza Miracoli. Hier ist unter anderem der berühmte „Schiefe Turm von Pisa“, der Dom und eine Kapelle. Nicht all zu weit entfernt von diesem Platz sind einige weitere Plätze mit historischen Gebäuden und Museen. Gegenüber vom Turm befinden sich zahlreiche Stände, wo man Souvenirs kaufen kann. In der Umgebung des Platzes trifft man auch auf viele Afrikaner, die einem gefälschte Markenuhren andrehen wollen. Auf den Platz selbst dürfen diese Verkäufer jedoch nicht.

Viareggio – Zweite Station der Rundreise durch die Toskana

Noch am selben Tag – meine ich zumindest – haben wir uns auf den Weg nach Viareggio gemacht. Per Zug braucht man ca. 20 Minuten dorthin. Viareggio ist eine kleine, aber moderne Stadt am Meer. Ein ruhiges Städtchen mit schönen Häusern. Die Stadt lässt italienisches Design aufhauchen.

Bild der Promenade von ViareggioIch habe ehrlich gesagt, schönerere und sauberere Strände in meinem Leben gesehen. Viel interessanter zu erwähnen ist die sehr lange Strandpromenade von Viareggio, auf der viele Restaurant sind. Typisch für Mittelmeerländer. Menschen spazieren gern bei schönem Wetter diese Promenade auf und ab. Alle paar Meter trifft man dabei scheinbar auf bekannte Gesichter.

Florenz – Dritte Station der Rundreise durch die Toskana

Nachdem wir die Nacht in unserem Hotel in Pisa verbracht hatten, machten wir uns am nächsten Tag per Zug auf den Weg nach Florenz. Die Fahrt dauert ca. 1,5 Stunden. Kosten damals: ca. 11-12 Euro pro Person. Dort angekommen haben wir uns nach dem Palazzo Vecchio durchgefragt. Der war mir noch von einer ersten Tostkana-Rundreise ein Begriff. Von hier aus kann man runter zum Fluss, wo die berühmte Brücke Ponte Vecchio ist. Sie ist mehr eine Einkaufsstraße denn eine gewöhnliche Brücke.

Bild des Florenzer DomsWahrzeichen der Stadt ist jedoch sicherlich der wohl größte Dom meiner bisherigen Reisen. Er ist so groß, dass man ihn kaum komplett auf ein Bild bekommt. Auch von hier aus (Piazza della Signoria) kann eine Stadterkundung begonnen werden.

Florenz ist mit Abstand die Stadt der Toskana, die die meisten Sehenswürdigkeiten zu bieten hat und muss daher auf jedem Reiseplan einer Toskana-Reise stehen. Florenz ist jedoch nicht ganz billig. Hier bezahlt gerne ein wenig mehr für eine Tasse Capucchino. Gegessen haben wir in einem „Touristen-Restaurant“ und haben wir für eine für Italiener unwürdige Pizza mit Cola ca. 13 € pro Person ausgegeben.

In Florenz kann man sicherlich mehr als einen Tag verbringen. Da unsere Rundreise durch die Toskana jedoch auf drei Tage ausgelegt war, verließen wir Florenz am Abend zurück in Richtung Pisa.

Lucca – Mein Geheimtipp jeder Rundreise durch die Toskana

Am letzten Tag unserer Rundreise war das Wetter dann nciht mehr so schön. Es regnete leicht. Dennoch machten wir uns auf den Weg nach Lucca, einem historischen Ort nicht all zu weit von Pisa entfernt. Dort angekommen, bezweifelte ich, dass es hier etwas zu sehen geben würde.

Bild eines Kanals in LuccaIm Tourist Office, das in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof liegt, erklärte uns eine Dame, dass die römische Mauer die Attraktion in Lucca sei. Die Mauer umkreist die gesamte Altstadt und ist so breit, dass zwei Autos auf ihr fahren könnten.

Wir haben uns Fahrräder für 2,50 € die Stunde ausgeliehen und haben die Mauer 2x umkreist. Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß. Auf Fahrrädern kann man natürlich auch viel mehr sehen als zu Fuß.

Nachdem wir unsere Fahrräder wieder abgaben, gingen wir in eine Yoghuteria. Unbedingt einmal probieren. Dort erhält ein Zwischending zwischen Joghurt und Eis. Dieser wird dann noch mit beliebig mit Nüssen, Schokostückchen etc. garniert. Köstlich! Hiernach sahen wir uns die historische Altstadt an und aßen die beste Pizaa unseres Lebens: Ein Familienbetrieb mit STeinofen. Wer glaubt, eine gute Pizza gegessen zu haben, dem kann ich nur sagen, dass er es nicht getan hat, wenn er nicht eine originale italienische Steinofenpizza gegessen hat.

Wer überlegt, eine Rundreise durch die Toskana zu unternehmen, der sollte Lucca auf jeden Fall mitnehmen. Viareggio kann man sich hingegen schenken, wenn es nciht gerade Sommer ist und/oder man das Meer sehen will.

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